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TESTEINTRAG

Das hier ist der letzte Test. Gleich stelle ich das Layout rein! JUHU!
23.1.11 19:36


Dies ist ein Test. Und eine Erinnerung

Ein Haus. Ein Haus, umgeben von Grün, allen Farben, die unter die Definition von "grün" passen könnten. Ein Haus mit einer schmalen Veranda aus altem, morschen Holz. An einigen Stellen fehlen Dielen, an anderen wurden die alten durch neue ersetzt. Ein Haus mit einem Schaukelstuhl auf der Vorderseite der Veranda, genau so, dass man das Dunkel der Nacht mit den seltenen Lebenszeichen der Natur am Besten aufnehmen kann. Genau so, dass man ohne den Kopf drehen zu müssen die Bäume, die große Wiese vor dem Haus und den kleinen grünen Tümpel mit seinen vielen grünen Pflanzen und grünen Tieren auf einen Blick hat. Ein Haus, das im totalen Gegensatz zu seiner heilen Umgebung steht. Ein kaputtes Haus, so wie man es sich in Kindertagen als Ziel einer Nachtwanderung gemacht hat, so wie eines von denen, die ich damals nie betreten hätte. Ein Haus der Zerstörung, der dunklen Erinnerung. Mein Haus. Das Haus, das ich niemals haben wollte.
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Mein Name ist Bill. Bill Kaulitz. Aber ich heiße einfach nur Bill. Wer heißt schon Kaulitz? Ich bin 21 Jahre alt, aber mit dem, was ich schon erlebt habe, könnte ich die Biografien zehn 80jähriger füllen. Manchmal frage ich mich, ob es eine bestimmte Menge an Erlebnissen gibt, die nicht überschritten werden darf und sonst in einem Menschen einen Erlebnisüberschuss auslösen, sodass sich ab diesem Zeitpunkt das Leben um 180° wendet und alles anders ist als zuvor. Wenn es so was gibt, dann habe ich diesen Punkt vor zirka einem Jahr erreicht.

Ich möchte die Geschichte erzählen. Die Geschichte des Jungen, der anders ist, der mit 15 in ein anderes Leben einsteigt, der dieses Leben führt und mit 20 Jahren umsteigt, wie von einem Zug in den nächsten, nur dass jeder in eine andere Richtung fährt, wo die Welt ganz anders aussieht, und der nun, mit 21 Jahren, in einem kaputten Haus lebt, das für ihn das einzige ist, was er irgendwie noch als wertvoll betiteln könnte. Ich möchte sie erzählen. Meine Geschichte.

Am ersten September 1989 wurde ich geboren, kurz nach meinem Bruder, dem anderen Kaulitz. Mein Bruder, mein Zwillingsbruder. Der Mensch, mit dem ich schon in den frühesten Jahren anfing zu träumen, von einem unabhängigen Leben, frei von Vorurteilen, in einer Welt, in der man einfach tun und lassen kann, was man will, in der man sich wirklich ausleben kann. Wir haben beide relativ früh unsere Leidenschaft entdeckt - die Musik. Und ja, wir haben geträumt, wer tut das nicht? Große Bühnen, viele Menschen, die die Musik mögen, die man macht. Und ja, irgendwann haben wir es geschafft. Unglaublich, oder? Zu dem Zeitpunkt, als wir in den ersten Zug einstiegen, waren wir gerade mal 15 Jahre alt. Aber das machte rein gar nichts. Wir haben einfach unser Ding durchgezogen. Wir hatten die typischen Pannen, Jahr für Jahr, und irgendwann hatten wir es dann tatsächlich 5 Jahre lang durchgehalten. Zu Beginn unserer Karriere hätte das niemand gedacht, WIR erst recht nicht. Nein, wir hatten wirklich nicht nur Fans, es gab immer genug Menschen, die uns nicht nur Gutes wünschten und so lernten wir äußerst früh, was es heißt, sein Leben zu vermarkten. Wir mussten immer nachdenken, was für Folgen alles mögliche mit sich ziehen könnte, was wir tun wollten. Aber irgendwie haben wir jedes Hindernis gemeistert. Und ich bin mir sicher, es lag daran, dass wir zusammen waren, immer. Ich meine, welcher Jugendliche würde es schaffen, mit 15 Jahren aus seiner Kindheit gerissen zu werden und ab diesem Zeitpunkt Vollzeit, rund um die Uhr, zu arbeiten? Es gibt genug Beispiele gegen diese Art von Aufwachsen.

Nun gut, bis hierher klingt doch alles wunderbar. Wo lag also das Problem? Ich denke, ich sollte Namen ins Spiel bringen. Wie gesagt, ich heiße Bill. Meine Mutter wollte uns beiden einsilbige Namen geben. Das ist leichter zu rufen, vor Allem, wenn wir wieder Mist gebaut hatten... und DAS haben wir oft geschafft! Mein Bruder heißt Tom, nicht Thomas, einfach Tom. Und nebenbei, unsere Band bestand nicht nur aus uns, da gab es auch noch Gustav und Georg, manchmal schien es aber, als wären sie bloß unsere Musiker und wir die eigentlichen Bandmitglieder. Ja, die Presse hatte immer viel Spaß mit den "Kaulitz-Twins". Aber wir waren immer zu viert und wir wollten es auch genauso. Nur zu viert waren wir... wir.

Wie gesagt, bis hier her klingt alles gut, wir hatten immer uns beide, um uns auf die Schienen zu retten, wenn die Züge zu entgleisen schienen. Aber irgendwann kam der Punkt, an dem ich nicht mehr die Kraft hatte, ihn zurück zu halten, er dafür die, uns alle aus der Bahn zu reißen, in den Zug, der irgendwie grau und verblasst schien, nicht mehr hell strahlend, funkelnd wir der, in dem wir 5 Jahre unseres Lebens lang unseren Traum leben konnten. Es war irgendwann im Mai 2010, kurzzeitig konnten wir uns vor dem sofortigen Aus unserer Karriere retten, indem wir einfach ein anderes Gerücht in die Welt setzten, so kann man doch wunderbar von der Wahrheit ablenken.

Tom und ich, wir sind in einem Dorf aufgewachsen, da, wo Teenager schon früh an Drogen kommen. Wenn man dann aber durch die weite Welt reist und einem praktisch alle Möglichkeiten offen stehen, dann kann man es leichter übertreiben. Gerade dann, wenn es scheint, als würde die Öffentlichkeit, in der wir lebten, uns immer weiter einengen und irgendwann zerquetschen. Solche Dinge passieren, überall, aber wenn man im Rampenlicht steht, dann sollte es nicht passieren, zumindest nicht so, dass es publik wurde. Und es wurde publik. Als Tom sich selbst nicht mehr unter Kontrolle hatte und unser Schlagzeuger das zu spüren bekam. Danach habe ich ihn nie wieder gesehen. Den, der irgendwie meinen, unseren, Traum zerstört hat. Tom.
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Jetzt ist Abend. Ich sitze noch draußen, versuche die innerliche Unruhe loszuwerden, die mich so lange schon quält. Ich habe nie erkannt, dass man draußen gut entspannen kann. Gut, da, wo ich lebte, war es draußen auch selten so ruhig. Zumindest in den letzten Jahren. Ich will vielleicht noch ein Buch lesen, das ich heute Nachmittag in einem der Regale gefunden habe. Mit der Zeit ist alles schon etwas eingestaubt. Ich schaffe es nicht, lange in diesen Räumen zu sein. Zu viele Gedanken und Erinnerungen hängen an all dem, was ich teilweise nie gesehen habe. In den 5 Jahren habe ich die Dinge nicht alle gesehen. Seltsam oder? Aber ich habe mir vorgenommen, das Haus zu retten, weil es das letzte ist, was Gustav als sein Zuhause sehen konnte und wo immer wieder Arbeit hinein gesteckt hatte. Dieses Haus.
15.1.11 18:15


Das ist ein Test!

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5.9.10 18:12


 

Deutschlandweite Fanaktion zu 5 Jahre Tokio Hotel!


Bald ist es soweit! Tokio Hotel sind 5 Jahre bekannt, bzw. wurde die Single zu "Durch den Monsun" vor 5 Jahren veröffentlicht und Tokio Hotel wurde Teil vieler Leben. Nun hat sich zum 5. Jahrestag das deutsche Streetteam eine Fanaktion ausgedacht, die wir persönlich sehr süß finden und auf jeden Fall unterstützen möchten!

 

Worum geht es?

 
Jeder, der mitmachen will, besorgt sich einfach eine Wunderkerze, ein kleines Feuerwerk, eine Runde Teelichter, ...
Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!
Dann geht's um Punkt Null Uhr (vom 14. auf den 15. - ist nämlich eine Nacht von Samstag zu Sonntag ) auf die Straße, in den Garten oder in's abgedunkelte Zimmer, ganz wie ihr wollt, und wir setzen alle ein Leuchtzeichen


Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr eure ganz persönliche Erleuchtung auf Video oder Foto festhaltet und dann an tokiohotel-streetteam@web.de schickt, damit wir ein Video zusammenschneiden können.
Sicher kann man dann noch überlegen, ob das der Band zukommen soll,
aber hauptsächlich geht es darum, dass wir Fans uns verbunden fühlen und für uns selbst ein Bisschen feiern können.

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=cjGSP4clcsc

Was haltet ihr von der Aktion? Macht ihr mit?

8.7.10 10:29


Kapitel 1 - Leseprobe by Lisa B.


Ich war immer wieder überrascht davon, wenn ich feststellen musste, wie ich auf andere Menschen, insbesondere das weibliche Geschlecht, wirkte. Die Einen meinten immer ich sei eingebildet und arrogant, weil ich in vielen Dingen ziemlich überzeugt von mir selber war und bin. Andere akzeptierten mich so, wie ich war und das war auch gut so.

Als ich an diesem Montagmorgen durch die sonnige Hamburger Innenstadt schlenderte, um mir meinen morgendlichen Kaffee im Coffeshop zu bestellen und mich dann auf den Weg in mein Büro nebenan zu machen, fiel mir mal wieder auf, wie viele Blicke mir zugeworfen wurden. Ich lächelte leise in mich hinein und setzte meinen Weg fort. Mein Büro lag direkt in der Innenstadt, was mir die Entscheidung zur Anschaffung dieser Büroanlage erheblich erleichterte, schließlich war es optimal für ein Gewerbe wenn es zentral in der Stadt lag und die ’Kunden’ den Besuch mit einem Einkaufsbummel kombinieren oder einfach nur leicht dorthin finden konnten. Die Busverbindung war ebenfalls optimal, da direkt neben dem Büro eine Haltestelle war. Ich schloss die Tür auf, neben der ein Schild mit meinem Namen prangte, stieg dann die Treppe im Treppenhaus hinauf, welches in warmen Orangetönen gehalten und mit einigen schönen Blumen verziert war.

Am Büro angekommen roch ich schon den Kaffee, der anscheinend frisch aufgebrüht wurde. Lächelnd schloss ich die Tür auf. Alles deutete darauf hin ein wunderbarer Tag zu werden, schließlich schien die Sonne, es war Frühling und zur Zeit machte mir die Arbeit wieder richtig Spaß. Ich hatte Erfolg mit dem, was ich tat. So in Gedanken versunken legte ich meine Jacke ab und ging aus dem Vorraum in das Vorzimmer vor meinem Büro. „Guten Morgen, Herr Förster!“, begrüßte mich meine Assistentin. „Lily, wie oft habe ich Ihnen gesagt, dass sie mich duzen sollen?“, konterte ich direkt und sie sah mich eingeschüchtert an. „Ich komme mir immer so alt vor, wenn sie mich mit meinem Nachnamen anreden“, fügte ich hinzu. „Vielleicht sollten wir einfach beide beim Vornamen bleiben, dann ist das Alles nicht so schwer?“ Sie nickte und lächelte. „Dann trinken wir da später mal einen drauf. Wir könnten in der Mittagspause einfach mal anstoßen“, schlug ich daraufhin vor.

Meine Assistentin war wirklich eine liebevolle Person. Lily, die eigentlich Lilyana hieß, arbeitete von Anfang an bei mir und wir  kamen immer gut aus. Ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht, wieso ich vorher nie auf die Idee gekommen war, mit ihr mal anzustoßen. Diese Frau gab so viel Kraft in die Arbeit und hatte für mich schon sehr, ­­­­­­­sehr viele Überstunden gemacht, wofür ich ihr sehr dankbar war. Hatte ich  mich dafür überhaupt schon mal richtig bedankt? Ihr Gehalt war nun wirklich nicht zu verachten, aber ist das Alles, was sich eine Frau von ihrem Chef verspricht? Nein, ich meine jetzt nicht sexuelle Dinge, einfach nur mal so privat zusammensitzen und sich über Dinge unterhalten, die im täglichen Arbeitsalltag viel zu kurz kommen?

„Nick? Haben sie mir überhaupt zugehört?“, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. „Wie bitte?“, fragte ich sie, weil ich wirklich Nichts gehört hatte. „Frau Kramer hat angerufen, sie wollte noch mal wissen, wie das mit der Revision jetzt läuft. Und ihre Mutter lässt fragen, ob sie zum Essen kommen heute Abend“, sagte sie mit Blick auf den Notizzettel auf ihrem Schreibtisch. Ich grinste. „Dankeschön, was wäre ich nur ohne sie?“, fragte ich mehr zu mir selbst. „Ich gehe dann erst mal in mein Büro. Sonst liegt heute Nichts weiter an, oder?“, fragte ich mit dem Gedanken, wie die Kanzlei ohne Lily laufen würde. Was sicher schon einige interessiert hat: Ich bin Anwalt und habe meine eigene Kanzlei. Nach dem Abitur habe ich mich dazu entschieden, Jura zu studieren, obwohl ich das früher nie gedacht hätte, da ich ein ziemlich verrückter Kerl gewesen bin in meiner Jugend. Aber das war eine andere Geschichte...

 Als Anwalt mitten in Hamburg hatte ich viel zu tun, vor Allem, weil ich einen guten Ruf bei Vielen hatte. Ich weiß nicht woran es lag, aber es gab Tage, da rannten sie mir wirklich die Bude ein. Nicht, dass ich mich beschweren wollte, aber besonders zu Anfangszeiten stellten diese Massen in meiner Kanzlei eine Überforderung für mich dar und ich musste mich erst mal daran gewöhnen. Da ich noch nicht so lange im Geschäft, dennoch aber sehr erfolgreich war, hatte ich auch bei Richtern einen recht guten Stand und mit Staatsanwälten war ich teilweise sogar gut befreundet. Vor Allem die jungen Anwälte untereinander verstanden sich wirklich gut, nahmen ihre Jobs aber trotz allem sehr ernst. Ich liebte meinen Job. Er war so abwechslungsreich und ich wusste, dass es richtig war, was ich machte und das ich Menschen mit meiner Arbeit helfen konnte. Ich sah auch nicht aus wie ein typischer Anwalt, glaubte ich, wobei ich mich oft fragte, wie denn nun ein typischer Anwalt eigentlich aussah. Ich glaubte, dass ich darauf nie eine Antwort bekommen würde. Aber damit musste ich leben.

 

Ich schlenderte in mein Büro, setzte mich an den Schreibtisch und stellte meine Tasche neben ihn ab. Darauf fuhr ich meinen Pc hoch, an dem ich die meiste Zeit meiner Arbeit verbrachte. Und schon klingelte das Telefon. „Ja?“, nahm ich ab. „Ihre Schwester“, hörte ich Lilys zarte Stimme, bedankte mich und drückte auf den Annahmeknopf an meinem Telefon. „Kate, was gibt es denn?“, begrüßte ich sie freundlich. „Guten Morgen, Nicky.. ich wollte mich nur mal bei dir melden. Wie geht es dir? Alles im Grünen?“, fragte sie und ich dachte mir schon, dass es etwas gab, was sie mir noch erzählen würde. „Ja, bei mir ist Alles okay. Arbeit einfach, aber im Moment gibt es nicht viel zu tun – also ein ganz entspannter Montagmorgen“, beantwortete ich ihre Frage.

Meine ältere Schwester Katharina und ich hatten seit unserer Jugend kein besonders gutes Verhältnis mehr gehabt, da es in unserer Familie zu vielen Unstimmigkeiten kam und ich mich eher von ihnen entfernte, als ein gutes Familienverhältnis zu fördern. Kate, wie ihr Spitzname war, nahm es mir krumm, dass ich seit einem halben Jahr keinen guten Draht mehr zu meinem Vater hatte. Seit ich 14 war – Kate ist 2 Jahre älter – waren unsere Eltern getrennt, wir lebten bei unserer Mutter, was dazu führte, dass wir unseren Dad nur in den Ferien sahen – wenn denn überhaupt, weil es immer sehr langweilig dort war. Irgendwann sahen wir uns dann nur noch zu Weihnachten, aber Telefongespräche gab es durchgehend. Ich konnte die Trennung meiner Eltern nie verstehen, hatte immer das Gefühl als wäre unsere die Traumfamilie und fiel aus allen Wolken, als sie uns eröffneten, dass sie sich trennen wollten. Mein Dad hatte meine Mutter angeblich betrogen. Das war der Moment an dem ich begann zu rebellieren und mich von ihnen abzukapseln. Ich gab meinem Dad die Schuld dafür, sagte ihm das auch offen und Kate konnte es nicht nachvollziehen. Vor einem halben Jahr kam dann der Supergau, als mein Vater tatsächlich meinte, er müsste beginnen mir zu erzählen wie ich meinen Job zu machen hatte. Ich vertrat seinen Kumpel Jochen in einem Fall, in dem es um Versicherungsbetrug ging. Natürlich hatte er da seine Versicherung übers Ohr gehauen und so war es nun an mir die mildeste Strafe für ihn zu fordern, es war wirklich keine große Sache, aber auch hierfür musste man sich verantworten, wenn es rauskam. Und so kam die Streitsache mit meinem Vater ins Rollen, der die Strafe am Ende für ungerecht hielt und mich dafür beschuldigte und mir sagte, dass ich meinen Job nicht verstand und nicht ernst nahm. Das hatte ich mir nicht gefallen lassen und so hatte ich ihn aus meiner Kanzlei geworfen und mit Jochen den Fall zuende gebracht. An dem Urteil – 6 Tagessätze á 50 € - konnte allerdings wirklich Nichts mehr geändert werden. Hätte er sich mal lieber ein neues Fahrrad so gekauft anstatt zu sagen es sei geklaut worden und es selber zu entsorgen.

„Niiiickk?“, hörte ich meine Schwester nun wieder aus dem Telefonhörer. „Sehen wir uns heute Abend bei Mama?“, fragte sie. In ihrer Stimmung lag Hoffnung. Warum?

„Ich weiß noch nicht, ob ich es schaffe.. Es gibt so viel zu tun hier“, log ich glatt und meine Schwester atmete tief ein. „Ich würde dich wirklich gerne sehen. Ich muss etwas mit euch besprechen“, daher wehte also der Wind. Schwesterchen wollte was loswerden und wir mussten springen, so war es immer. Oder auf jeden Fall meistens. „Ich gucke mal ob ich es schaffe“, betonte ich jedes Wort einzeln, um ihr die Dringlichkeit zu verdeutlichen. „Mhm“, machte sie zur Bestätigung. „Bringst du Mia mit?“, fragte ich daraufhin wieder fröhlicher. Mia war die Tochter meiner Schwester. Meine Nichte. Sie war im letzten Monat vier Jahre alt geworden und einfach der Sonnenschein der Familie. Allein wegen ihr überlegte ich nun doch heute Abend zu meiner Mutter zum Essen zu fahren. Als ich Mia im Krankenhaus das erste Mal im Arm hielt, so klein und zerbrechlich wirkte sie, war mir wirklich zum Heulen zumute. Dieses kleine Wesen, was so ruhig und friedlich aussah, hatte vom ersten Moment an mein Herz erobert. Mit den Jahren wurde sie immer niedlicher. Als sie anfing zu reden fing ich auch an mich noch besser mit ihr zu verstehen. Gelegentlich schlief sie sogar bei ihrem Lieblingsonkel, der für sie extra ein kleines Zimmer eingerichtet hatte.

Ich glaubte, wenn es Mia nicht gegeben hätte, würde ich zu meiner Schwester nahezu gar keinen Kontakt mehr haben. So war Mia die Verbindung zwischen Kate und mir, was ja auch nicht schlecht war. „Ja, ich werde sie natürlich mitnehmen. Wo soll ich sie sonst lassen?“, fragte Kate und ich hörte, dass sie lächelte. „Marko ist auf Geschäftsreise.. mal wieder“, fügte sie hinzu. Ich seufzte. Meiner Meinung nach nahm dieser Mann seinen Job nun wirklich ZU ernst. Er war Architekt und reiste deswegen auf alle Möglichen Baustellen in der Welt, an denen er in irgendeiner Weise beteiligt war. „Naja, ich bin ja auch noch da..“, sagte ich leise und meine Schwester bedankte sich. „Wo wir gerade dabei sind.. Mia würde gerne mal wieder bei dir übernachten, aber ich denke sie wird dich heute Abend eh darauf ansprechen..“, sagte Kate und ich stimmte ihr zu. Nach einem kurzen Gespräch legten wir auf. Nun musste ich wirklich arbeiten, denn es war schon kurz vor 11Uhr. In meinem Posteingang befanden sich die üblichen Werbemails, Einladungen zu irgendwelchen Veranstaltungen, aber auch Emails von Klienten, die ich sofort beantwortete. Die ein oder andere brisante Sache war auf jeden Fall bei meinen Fällen dabei. Ich gab mir aber bei allen Fällen viel Mühe und noch mehr als das. Manchmal fragte ich mich, ob andere Anwälte auch so viel Kraft in ihre Fälle steckten. Natürlich hatte ich bei meinem Referendariat, in einer großen Kanzlei hier in Hamburg, die Chance Einblicke in die Arbeit anderer Anwälte zu bekommen, aber trotzdem war es noch immer was Anderes, wenn man selbst an einem Fall arbeitet und die alleinige Verantwortung dafür trägt.

 Nachdem ich 2 Stunden damit verbracht hatte den Klienten zu antworten ging ich aus meinem Büro in den Vorraum, wo ich Lily fand. Ich ging in die Küche und holte eine Flasche Sekt aus dem Kühlschrank und zwei Gläser aus dem Schrank und ging wieder zurück zu ihr. „So, jetzt kommen sie mir nicht mehr davon..“, kündigte ich an und sie sah mich schüchtern an. Während ich sie so ansah, die relativ große, blonde Frau, die ihre Haare bis über die Schultern trug, mit ihrem Kleid, was mir wirklich sehr gut gefiel, f ­­­iel mir auf, dass ich wirklich kaum etwas von ihr wusste. Sie war 25 und verbrachte ihre Tage damit hier in der Kanzlei die meiste Arbeit zu machen. Ich grinste bei dem Gedanken. Die meiste Arbeit machte natürlich ich, aber der Umfang der Arbeit, war bei Lily auf jeden Fall größer.

 „Na dann, wollen wir  mal anstoßen“, sagte ich, während ich die Gläser einschenkte. Sie lächelte. „Dürfen wir bei der Arbeit trinken?“, fragte sie grinsend. „Ich bin der Chef.. JETZT dürfen wir“, sagte ich bestimmend. Wir lachten. „Ich habe mir überlegt, ob wir uns vielleicht nicht einfach besser kennen lernen sollten“, begann ich das Gespräch. „Wir arbeiten seit über einem Jahr miteinander und siezen uns und wissen eigentlich gar nichts übereinander.“

Sie stimmte mir zu. „Was würden Sie sagen, wenn sie mich heute Abend begleiten?“, schlug ich spontan vor. Ich hielt es für eine sehr gute Idee, denn ich war gerne mit ihr zusammen. Das Klima war dann wirklich immer sehr gut. „Vielleicht können wir erst mal anstoßen?“, fragte sie grinsend. „Gut, also ich bin so ganz offiziell Nick..“, lächelte ich. „Lily“, sagte sie und wir ließen die Gläser klirren und tranken darauf. Es fühlte sich gut an. Noch eine bessere Voraussetzung für ein fantastisches Arbeitsklima.

„Und ja, ich würde Sie.. oh.. ich würde dich gerne heute Abend begleiten“, fügte Lily hinzu. Ich grinste und freute mich. „Sehr gut, ich hole dich um acht Uhr ab, ja?“ Sie nickte. „Hunger?“, fragte sie mich und ich nickte. „Und wie.. was können wir denn essen?“, fragte ich. Sie wedelte mit dem Prospekt von dem Italiener vor mir her, wo wir immer gerne bestellten und sah mich fragend an. „Wie immer“, sagte ich nur. „Gut, bei mir auch“, fügte sie hinzu und nahm das Telefon zur Hand, um dort anzurufen.

 Eine dreiviertel Stunde später stand unser Essen vor uns auf dem Tisch und wir ließen es uns schmecken. Nach so anstrengender Arbeit hatte man sich eine gemütliche Pause nun auch wirklich verdient, oder? Nachdem wir die Reste verschwinden lassen hatten, machte ich mich wieder auf den Weg in mein Büro. Da ich um 15Uhr noch einen Termin mit einer Klientin hatte, räumte ich ein wenig auf und las dann eine Zeitschrift, die mir wöchentlich zugeschickt wurde, worin es um die aktuellsten Dinge für die aktuellsten Anwälte ging. Eigentlich hielt ich von Dingen, die so vorgeschrieben wurden, was denn nun ein Anwalt braucht oder nicht, absolut Nichts, aber man musste ja auf dem aktuellsten Stand bleiben. So war es immer. Ob es um Musik ging, oder um die aktuellsten Kinderserien, mit denen ich mit meiner Nichte zum Beispiel redete. Ich wollte auf dem neusten Stand sein.

Ich nahm das Telefon zur Hand und wartete, dass ich mit dem Vorraum verbunden wurde. „Lily, kannst du die Putzfirma anrufen und da ein bisschen Dampf machen? Ich hab die Schnauze voll, dass das hier immer so hinterlassen wird“, sagte ich. „Na klar, wird sofort erledigt“, hörte ich die Stimme von ihr und legte wieder auf. Seit Wochen war ich unzufrieden mit der Leistung der Firma, die ich zum Putzen meiner Kanzlei beauftragt hatte. Auch wenn es nur Kleinigkeiten waren, die schlecht waren, der Preis für die Firma, den ich zahlte, war sicher keine Kleinigkeit und von daher war ich langsam mit meiner Geduld am Ende. Aber so war es eben, am Besten man machte Alles alleine, damit man sich wenigstens darauf verlassen konnte, was man tat. Ist es nicht so, dass man viel zufriedener mit eigenen Leistungen ist, als wenn andere Arbeiten und man irgendwas am Ende noch mal machen muss? Bei Lily zum Beispiel war das anders. Sie arbeitete ganz in meinem Sinne und ich war selten in irgendeiner Weise unzufrieden mit dem, was sie machte. So kam das gute Klima in der Kanzlei zustande, was mich sehr glücklich machte, denn wenn das Betriebsklima nicht stimmte, konnte auch die Leistung genauso wenig gut sein.

 Ich erledigte noch einige Anrufe und um 18 Uhr etwa, verabschiedete ich mich von Lily und ging dann zu meinem Parkplatz, um kurz darauf nach Hause zu fahren. Ich wohnte in einem kleinen Haus in einem angeseheneren Viertel in Hamburg, wo ich es mir wirklich schön eingerichtet hatte. Ich war zwar alleine, aber ich fühlte mich trotzdem wohl in meinen eigenen vier Wänden, für die ich einen Kredit aufnehmen musste. Aber als ich das erste Mal bei einem Besichtigungstermin im Haus war, war mir sofort klar, dass ich dort leben wollte. Ich sah überall schon im Geiste meine Möbel stehen und stellte mir vor, wie ich was herrichten wollte. Es dauerte keine Woche bis ich dem Makler ein Angebot gemacht hatte und der Vertrag unterschrieben war, da auch die Bank schnell und gut mitspielte. An dieser Stelle wäre es mir wichtig meinen besten Freund zu erwähnen. Philipp – Phil, wie auch immer. Bei mir ist er Phil, weil es cooler klingt. Seit der 7.Klasse waren wir in einer Klasse, aber so richtig befreundet waren wir erst in der Oberstufe, also ab der 11.Klasse. Da machten wir wirklich jeden Scheiß zusammen. Mädchengeschichten, Stress mit den Eltern – ich glaube es gab Nichts, was wir nicht zusammen durchgemacht haben. Und ich glaube das war es, was uns so eng verband. Vor Allem nach der Schule blieben wir in Kontakt. Phil studierte Medizin, wollte Chirurg werden, aber für mich war das Nichts. Auch wenn es an mir war, mit ihm irgendwelche Knochen zu lernen und ihn abzufragen, wenn mal wieder eine wichtige Prüfung anstand. Ich fand es interessant. Seit letztem Jahr arbeitete er in einem großen Hamburger Krankenhaus in der Notaufnahme und wollte so seine Fähigkeiten unter Beweis stellen und sich selbst testen, bevor er richtig in das Berufsleben als Arzt einstieg. Phil war es vor Allem und Allen, der mir bei den Vorbereitungen für mein Haus half, mit mir renovierte und tapezierte, Dinge im Möbelhaus aussuchte und mich bei allen Fragen so gut es ihm möglich war, beriet. Ich war und bin froh, dass ich ihn habe. Sollte nicht Jeder einen Menschen haben, auf den er sich 100%ig verlassen kann? In jeder Lebenslage.

  Kurz darauf war ich Zuhause, sprang unter die Dusche und  zog mich um, wollte ja schließlich für meine Familie gut aussehen. Oder war es eher Lily, der ich gefallen wollte?

Wie dem auch sei, ich war also fertig. Entschieden hatte ich mich für eine dunkle Jeans und ein weißes Hemd, bei dem ich zwei Knöpfe offen trug. Meine Haare stylte ich mit etwas Gel, wodurch sie überall ein bisschen abstanden. Turnschuhe waren für diesen Anlass immer gut, schließlich trug ich sonst im Alltag oft genug Anzüge und so Kram, den ich sonst in meiner Freizeit niemals tragen wollte. Ich betrachtete mich nochmals im Spiegel, zupfte mein Hemd zurecht und nahm dann mein Schlüssel und Portmonee, was ich immer dabei hatte, und ging zum Wagen, um dann Lily abzuholen, die nur einen Stadtteil weiter wohnte als ich.

Ich saß kurz darauf in meinem neuen Audi A4 Cabrio und lies mir den Wind durch die Haare wehen. Es war immer noch was Besonderes in dem Wagen zu fahren, weil er ganz neu und lange ein Traum von mir gewesen ist. Während die Bäume und Häuser an mir vorüberzogen summte ich einen Song meiner Lieblingsband vor mich hin. Ich war gut drauf, auch wenn ich nicht so große Lust auf das Treffen mit meiner Familie hatte. Die Tatsache, dass Lily mitkam, verbesserte die Aussicht auf einen schönen Abend.

Zwanzig Minuten später stand ich vor Lilys Haus und wartete, jedoch musste ich nicht lange dort stehen, bevor sie rauskam. Das schätzte ich an ihr, sie war wahnsinnig pünktlich und man konnte sich immer voll auf sie verlassen. Ich stieg ganz gentlemanlike aus dem Wagen und ging ein paar Schritte auf sie zu um sie zu begrüßen. Erst als ich direkt vor ihr stand, sah ich sie das erste Mal richtig an. „Hallo, Nick!“, begrüßte sie mich grinsend. „Hey, Lily, du siehst wundervoll aus..“, murmelte ich und lächelte. Sie trug ein rotes Sommerkleid und hohe Schuhe. Die Haare hatte sie sich hochgesteckt. Sie sah nicht overdressed aus, sondern einfach perfekt. „Jetzt muss ich mich glaube ich noch einmal umziehen“, stellte ich mit dem Blick auf mein Outfit fest. „Wir hätten uns farblich aufeinander abstimmen können“, schlug ich lächelnd vor und wies ihr den Weg zum Auto, da wir schließlich noch etwas vor hatten und es Zeit wurde weiterzufahren. Sie nickte und wir stiegen ein. Dann fuhren wir los.

Mit etwas Verspätung kamen wir am Haus meiner Mutter an, wo auch schon das Auto meiner Schwester stand. „Was auch immer Kate dir an den Kopf wirft, hör nicht drauf. Einfach nicht Ernst nehmen. Und ich werde dich nicht als meine Assistentin vorstellen, obwohl sie das natürlich wissen. Heute Abend zählt nur das Private, okay?“, sprudelte es aus mir hervor. Lily lächelte, lehnte sich zu mir rüber und gab mir einen Kuss auf die Wange. „Wie du meinst, Chef!“, lachte sie und ich stimmte in ihr Lachen ein.

Ich ging um das Auto herum und öffnete meiner hübschen Begleitung die Tür. „Schönes Haus“, sagte Diese bei Anblick meines Elternhauses. „Gehen wir..“, sagte ich und wir setzten unseren Weg durch den Garten statt die Vordertür fort. Das war bei meiner Familie so üblich: Alle Familienmitglieder und engeren Freunde gingen bei meiner Mutter durch die Tür, die zum Garten und dann hinten ins Haus führte, weil es eben immer so war. Wir gingen rein und ich machte mich mit einem üblichen „Huhu“ bemerkbar, damit meine Mutter keinen Schock bekam, wenn plötzlich Jemand in der Küche oder so hinter ihr stand und sich angeschlichen hatte. Lily lächelte. „Ist was?“, fragte ich sie und sie gab mir mit einem Kopfnicken und „Später“ zu verstehen, dass meine Mutter kam. „Oh Hallo, ihr Lieben!“, freute sie sich und nahm erst mich und dann Lily in die Arme. „Schön Sie mal wieder zu sehen“, sagte Lily und meine Mutter schickte ein schnelles „Ich bin auch ganz froh, dass Nick mal wieder Jemanden hier her bringt“, hinterher. Wir gingen hinter meiner Mutter ins Wohnzimmer.

Ich sah sie an und mir fiel mal wieder auf, wie gut sie mit ihren fast-70-Jahren aussah. Ihre Haare hatte sie mittellang geschnitten und sie fielen ihr in einem dunklen braun auf die Schultern. Ob die jetzt gefärbt oder natürlich waren, konnte sich, denke ich, Jeder selbst beantworten.

Im Wohnzimmer trafen wir auf meine Schwester, die Lily freundlicher als mich begrüßte, aber ich nahm auch sie in den Arm und sagte ihr, dass ich mich freute sie zu sehen. Ich sah mich um, sah dann Kate fragend an. „Im Garten mit Dodo“, gab sie mir zu verstehen und ich machte mich auf den Weg meine kleine Nichte zu suchen, die sich anscheinend im Garten mit dem Familienhund vergnügte. Lily folgte mir. „Sie ist wirklich ein Sonnenschein, Lily. Warte es ab!“, kündigte ich meine kleine Lieblingsnichte an.

Mia saß im Garten neben einem Brunnen, der sich dort seit ich denken konnte, befand. Dodo, ein Mischling, den meine Mutter aus einem Urlaub mitbrachte, weil der Hund dort unter schlimmen Bedingungen ausgesetzt und von ihr gefunden wurde, saß vor ihr und ließ sich die Streicheleinheiten gerne gefallen. Der Hund war es, der uns zuerst bemerkte und aufschreckte.

Mia folgte seinem Blick, sah uns und ihr Gesicht hellte sich urplötzlich auf. Sie strahlte, stand auf und lief auf mich zu, woraufhin ich mich direkt hinkniete und die Arme ausbreitete. „Onkel Niiiiick!“, rief die Kleine und warf sich mir in den Arm. Ich nahm ihren Hinterkopf in meine Hand und drückte sie an mich. „Alles okay bei dir, Süße?“, fragte ich und Mia nickte. Dann sah sie Lily und sah mich dann wieder an. Lily kniete sich hin und hielt Mia die Hand  hin. „Hallo Mia, ich bin Lily.. Ich arbeite mit deinem Onkel zusammen..“, erklärte sie und war wirklich erstaunt, als Mia ihre Hand nahm und sie schüttelte. „Heiratet ihr jetzt?“, fragte Mia in ihrem kindlichen Ton. Ich lachte leise. „Nein Schatz, Lily ist nur eine gute Freundin.“

Damit war das Thema erledigt. „Lass uns rein gehen, es gibt sicher gleich Essen“, sagte ich zu den beiden Frauen hier neben mir und sie stimmten mir zu. Mia ging an meiner Hand und sah immer wieder grinsend zu mir hoch. „Ich hab Hunger.. gibt es Nudeln?“, fragte Mia, obwohl ich mir sicher war, dass sie wusste, dass es KEINE Nudeln geben würde. Allerdings waren Nudeln das absolute Lieblingsessen meiner Nichte und immer wenn es um Essen ging, war die erste Frage, ob es ebendiese Nudeln geben würde. Ich schüttelte den Kopf. „Ich weiß gar nicht, was es gibt, Liebes!“

 Im Haus angekommen bat ich Lily mit Mia ins Esszimmer zu gehen und sich schon mal hinzusetzen, weil ich meiner Mutter beim Kochen helfen wollte. Als ich aber in die Küche kam war sie schon fertig und ich musste ihr nur noch helfen die Schalen mit dem angerichteten Essen ins Zimmer zu tragen. Es gab Klöße mit Rotkohl und Kassler – köstlich.

„Fast wie Weihnachten“ hatte ich beim Anblick der Köstlichkeiten gesagt und meine Mutter hatte nur gelacht.

Wir stellten das Essen auf den Tisch und nahmen Platz. Das Essen war köstlich und ich nahm mir bestimmt drei Mal nach. An diesem Abend genoss ich seit Monaten mal wieder das gute Essen meiner Mutter, was mir wirklich gut tat, da ich sonst die meisten Mahlzeiten in irgendwelchen Schnellrestaurants zu mir nahm oder bei Bringdiensten bestellte. Wenn das meine Mutter wüsste..

  „Ich wollte mit euch reden..“, unterbrach meine Schwester nach dem Essen die Stille und wir sahen sie an. Mia war inzwischen wieder im Garten verschwunden und wahrscheinlich redete Kate erst jetzt darüber, damit Mia Nichts davon mitbekam. Ich wusste, dass es Lily unangenehm war jetzt am Tisch zu sitzen, während Kate ein wohl wichtiges Thema anschnitt. Unterm Tisch nahm ich vorsichtig ihre Hand und lächelte ihr zu mit einem „Ich bin froh, dass du hier bist. Alles ist gut.“ – Lächeln. „Was gibt es denn, Liebes?“ Meine Mutter war es, die als erstes das Schweigen brach. „Ich..also..ich werde mich von Marko trennen..“

 Als ich diese Worte hörte fühlte ich  mich, als würde mir der Boden unter den Füßen weggezogen werden. Ich werde mich von Marko trennen. Ich starrte Kate einfach nur an und wartete, dass sie weitersprach, aber da schien grad Nichts mehr zu kommen. Meiner Mutter standen die Tränen in den Augen. „Ist es, weil er zu viel arbeitet?“, hörte ich meine Mutter fragen. „Ich will nicht darüber reden.. So richtig verstehe ich es selber nicht. Marko rief mich gestern an und meinte, dass er nicht mehr kann und das er es für das Beste halten würde, wenn wir uns trennen..“, erklärte Kate uns und schien dabei recht gefasst zu sein. Ich atmete tief ein. Nie empfand ich eine besondere Sympathie für meinen Schwager, weil er einfach selten daheim war und wir nie die Gelegenheit hatten uns gut kennen zu lernen. Ich werde mich von Marko trennen. Der Hauptgedanke an diesem „Problem“ ging bei mir an Mia. Meine kleine Nichte. Es tat mir in der Seele weh. Ich werde mich von Marko trennen. Ich wusste genau, was es für ein Kind bedeutete, wenn der Vater auf einmal nicht mehr nach Hause kam. Auch wenn ich bei der Trennung meiner Eltern schon 14 war, es war ein schwerer Schlag für mich. „Wisst ihr was das Schlimmste ist?“, fragte Kate kurz darauf. Ich zuckte abwesend die Achseln. „Es macht mir Nichts aus.“ Das war der Moment in dem Kate doch die Tränen über die Wangen liefen. „Ich meine, wann haben Marko und ich das letzte Mal Zeit zusammen verbracht? Wann gab es das letzte Mal einen richtigen Urlaub mit der Familie?“ Meine Schwester schien jetzt wirklich traurig und ich nahm ihre Hand. „Du musst gar nicht so gucken, Nick. Ich weiß genau, wie es ist, wenn man seinen Vater nicht mehr hat.. aber was hat Mia von ihrem Vater? Sie sieht dich doch mehr als Vater an, als Marko.“

Diese Worte machten mich stutzig. Sie sieht mich mehr als Vater an? „Wieso das denn?“

„Na, frag sie doch einfach selber.. neulich hat sie zu mir gesagt, dass sie sich wünscht, dass du ihr Papa wärst..“, mischte sich jetzt meine Mutter ein. Ich war verdutzt und gleichzeitig geehrt. Was sollte ich dazu sagen? „Habt ihr es Mia schon gesagt?“, fragte Lily stattdessen. Kate schüttelte mit dem Kopf. „Ich wusste nicht wie..“, sagte sie und sah mich dabei an. „Oh nein..“, wehrte ich ab. „Das kannst du vergessen, Kate! Das ist wohl eure Aufgabe als Eltern und nicht meine. Wenn ich dich daran erinnern darf, bin ich Mias Onkel.“, gab ich empört von mir. „War ja nur eine Idee.“

 Das weitere Gespräch ging genauso unangenehm weiter. Um 22.30Uhr reichte es dann wirklich und ich fragte Lily ob sie nach Hause wollte. Sie verstand meinen Blick, der ihr sagen sollte, bitte „ja“ zu sagen. So verabschiedeten wir uns von Kate und meiner Mutter und von Mia, die inzwischen schon schlief und gingen zum Wagen. Als wir drinsaßen sah ich Lily an. „Es tut mir Leid, dass der Abend so bescheiden war..“, murmelte ich und sie legte ihre Hand auf meine. „Abgesehen von den ernsten Themen war es ein schöner Abend, Nick!“, erklärte sie und ich lächelte. „Also? Nach Hause?“, fragte ich und die schöne Blonde neben mir zuckte die Achseln. „Wenn du noch eine andere Idee hast, dann gerne wo anders hin.“

Also fuhren wir zu mir nach Hause, wo wir noch einige Drinks tranken und uns sehr gut unterhielten. Sie war wirklich eine tolle Frau, aber ich glaubte seit einigen Tagen, dass es Nichts bringen würde, immer nur irgendwelche Frauen für eine Nacht zu haben und letztendlich doch absolut einsam zu sein. In diesem Moment war es das erste Mal, dass er sich dies vollkommen eingestand. „Nick? Alles okay bei dir?“, fragte Lily und ich sah sie an. „Ich weiß nicht. Ich fühle mich den ganzen Abend sehr, sehr wohl mit dir, Lily..“, grinste ich. Sie lächelte. „Das ist natürlich eine Antwort.“, lachte sie. Ich rutschte ein Stück zu ihr und nahm ihre Hand. „Erzähl mir doch mal über dich. Wohnst du allein? Hast du einen Partner? Erzähl mir was von dir. Ich weiß doch gar Nichts.“

Sie atmete ein. „Okay, also mal sehen. Ich heiße Lilyana Sommer, wohne in Hamburg Bahrenfeld, meine Hobbies sind Reiten und Singen, ich lebe allein, hatte bis vor einem  halben Jahr eine Partnerin und habe aber eingesehen, dass das Nichts für mich ist.“

„Das WAS nichts für dich ist?“, unterbrach ich sie grinsend. „Ich stehe einfach eher auf das männliche Geschlecht..“ Ich lächelte erleichtert, was sie aber zum Glück nicht bemerkte.

  „Was willst du noch wissen, Nick?“

Ich überlegte. „Würdest du heute Nacht hier bleiben? Einfach nur bei mir hier, damit ich nicht so einsam bin?“

Sie sah mich verdutzt an, nickte dann aber. „Ich hasse Einsamkeit.“, sagte sie und lächelte mich an.

  In diesem ruhigen und friedlichen Moment klingelte mein Telefon. Ich sah auf die Uhr und stellte fest, dass es kurz vor Mitternacht war. Ich ging zum Telefon, kannte die Nummer nicht und ging ran, wer auch immer dran sein mochte, schien ein Idiot zu sein, der Langeweile oder Jemand, der ein ernstes Problem hatte.

  „Nick Förster“, meldete ich mich. Eine abgehetzte Stimme antwortete. „Gott sei Dank, Nick! Du musst mir Helfen.“ „Wer ist denn da?“, fragte ich. „Nick, hier ist Marko. Ich bin in der JVA in Berlin. Ich brauche deine Hilfe..“


7.7.10 19:35


Tom

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1.2.10 16:27


Hausboote

Hausboote gibt es im Platzangebot von zwei bis etwa zwölf Personen. Es gibt sie in Form einfacher/klassischer Boote, Boote mit Schiebedach, Boote mit Oberdeck und zweitem Steuerstand (genannt: Flying Bridge), bis hin zu luxuriösen Motoryachten. Sie haben eine Länge zwischen sieben und 15 Metern und eine Breite von zwei bis vier Metern. Die Boote sind gewissermaßen ein schwimmender Wohnwagen. Sie verfügen meist über Warm- und Kaltwasser, Dusche, Marine-WC oder WC mit Fäkaltank, sowie voll ausgestattete Küche mit Kühlschrank und Herd.

Bei der Reise auf einem Hausboot ist regelmäßig Nutzwasser zu ergänzen, wofür es in vielen Orten Zapfstellen gibt, die auch in den Navigationskarten verzeichnet sind. Treibstoff (Diesel, Benzin, manchmal auch Flüssiggas) und der Gasvorrat für die Kochstelle reichen normalerweise für eine zwei- bis dreiwöchige Reise. Als kuriose Sonderform neben den üblicherweise motorgetriebenen Booten gibt es auch Hausboote mit Pedalantrieb.

http://web.de

10.10.09 21:51


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The Elite


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Wichtig!

Wir haben mitbekommen, dass ein paar von unseren Besuchern Karten für das Konzert in Köln gewonnen haben. Es würde sicher vielen interessieren, wie es war, abgelaufen ist &. welche Eindrücke ihr hattet, deshalb wollten wir fragen, ob ein paar von den Gewinnern daran interessiert sind einen Exklusivbericht für TH.LOUNGE.DE.VU zu schreiben. Wir wollen diesen dann hier online stellen &. wenn sich mehrere bzw. genug Leute melden, wird es dazu noch ein kleines Special Goodie geben. Wenn jemand Interesse daran hat einen kleinen Bericht zu schreiben & uns vielleicht auch Fotos {auf die wir, wenn ihr das wollt, euer Copyright draufmachen} zuschicken möchte und so seine Erlebnisse mit allen anderen Fans teilen möchte, schickt uns bitte eine E-mail an myblogzimmervierachtdrei@live.de, meldet euch im schuelervz. Wir freuen uns über jede Einsendung Ps. Auch, wenn ihr keine Karten für drinnen gewonnen habt, aber trotzdem vor Ort sein werdet, könnt ihr ebenfalls mitmachen.
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